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Allgemeines Tuning

Der zweite große Bereich des Autotunings ist das allgemeine Tuning. Eine Verbindung zum Motortuning besteht darin, dass ein Fahrzeug mit einer Leistungssteigerung von 50 – 100% oder mehr sich nicht mehr sicher auf der Straße fahren lässt. Die Grenzbereiche haben sich stark verändert. Um das wieder auszugleichen, sind oft andere Fahrwerke, bessere Rad – Reifen - Kombinationen, stärkere Bremsen, Domstreben und Stabilisatoren notwendig. Bei den Fahrwerken zum Beispiel gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel Tieferlegungsfedern in Verbindung mit Seriendämpfern, was eine maximale Tieferlegung je nach Fahrzeug von durchschnittlich 45mm bringt. Wenn es erwünscht ist, das Fahrzeug noch tiefer zu bekommen, dann muss man auf ein Komplettfahrwerk zurückgreifen. Hierbei werden spezielle, teilweise gekürzte Dämpfer verwendet, die unter anderem noch in der Härte verstellbar sind. Eine Tieferlegung von normalerweise 65mm wird dabei erzeugt. Sollte das immer noch nicht reichen, gibt es die Möglichkeit, ein Gewindefahrwerk oder ein Pneumatikfahrwerk zu verwenden. Bei einem Gewindefahrwerk wird die Höhe beziehungsweise der Tiefgang des Fahrzeugs durch Verändern der Federposition zum Federbein erzeugt. Eine Tieferlegung von bis zu 100mm ist hiermit möglich, jedoch ist das dann weniger fahrtauglich, weil die Bodenfreiheit nicht mehr ausreicht. Das Pneumatikfahrwerk ist in Deutschland noch nicht lange im Angebot, ein Grund hierfür ist wohl der TÜV, der sich im Allgemeinen sehr schwer tut mit Tuning-Neuigkeiten. Bei dem Pneumatikfahrwerk werden statt der Federn Luftkissen verwendet. Ein Kompressor füllt dann je nach Bedarf oder Tieferlegungswunsch Luft in diese Kissen. Zu Showzwecken kann man hierbei auch jedes einzelne Federbein steuern und somit das Fahrzeug in verschiedene Positionen bringen.

Tuning Tieferlegungsfedern sind je nach Hersteller ab 60 Euro zu haben, Komplettfahrwerke kosten ca. 200 Euro, Gewindefahrwerke bekommt man ab 400 Euro und Pneumatikfahrwerke ab 1500 Euro. Im Zusammenhang mit Fahrwerken müssen noch Stabilisatoren und Domstreben erwähnt werden. Diese Bauteile stabilisieren das Fahrverhalten in Kurven. Die Preise hier sind abhängig vom Material und vom Hersteller.

Ein Leistung` s gesteigertes Fahrzeug beschleunigt schneller und hat auch eine höhere Endgeschwindigkeit, was auch die Anforderungen an Bremsen und Räder ändert. Bremsen kann man natürlich auch verbessern, und zwar, indem man statt der Serien – Bremsschläuche Stahlreflex – Bremsschläuche benutzt. Dadurch wird ein besserer Bremsdruck erreicht und Verluste aufgrund nachgebenden Schlauchmaterials werden verringert. Auch spezielle Bremsscheiben und Bremsbeläge kann man verwenden. Sie sind aus besseren Materialien und weisen bauseitig durch Schlitze oder Bohrungen in den Scheiben bessere Bremseigenschaften auf.

Bei extremen Leistungssteigerungen ist es notwendig, spezielle Sportbremsanlagen zu verwenden. Auch hier sind die Preise Fahrzeugtyp- und Hersteller abhängig und variieren zum Teil stark.

Sollte sich aufgrund des Tunens der Geschwindigkeitsbereich ändern, werden andere Reifen erforderlich. Um gewisse Breiten und Größen verbauen zu können, muss man auf Alufelgen zurückgreifen, da Stahlfelgen nur in bestimmten Größen hergestellt werden. Aber eine Alufelge hat ja auch noch den angenehmen Nebeneffekt, dass sie die Gesamtoptik aufwertet. Und angeboten werden Felgen für jeden Geschmack. 13“ Alufelgen bekommt man schon für 70 Euro pro Stück, nach oben hin ist der Preisliste jedoch keine Grenze gesetzt. Andere Tuning-Merkmale, die optisch ein Zeichen setzen, sind Spoiler und Lackierungen. Spoiler haben nicht nur dekorative Aufgaben, sondern erfüllen auch noch verschiedene Zwecke, zum Beispiel erzeugt ein Heckspoiler mehr Anpressdruck oder große Öffnungen in der Frontschürze ermöglichen eine bessere Kühlung des Motors und der Bremsen. Seitenschweller, Flügeltüren und Heckschürzen runden oft das Gesamtbild ab. Bei den Fahrzeuglackierungen sind die Variationen eigentlich unerschöpflich, es gibt Effektlackierungen, mehrfarbige Gestaltungen und auch Airbrush-Lackierungen.

Beim Innenraumtuning setzen sich die Möglichkeiten der Fahrzeugveränderungen fort. Das Autotuning in diesem Bereich fängt an mit der Möglichkeit, alles bis auf Käfig, Sitz, Lenkrad und Cockpit aus dem Auto zu entfernen und hört beim Luxus auf, wozu Lederausstattungen, Sportsitze, Sportlenkräder, Plasmatachoscheiben, Hosenträgergurte, Teppiche mit speziellen Aufdrucken, spezielle Schaltknaufe und Handbremshebel gehören. Auch das Nachrüsten von elektrischen Spiegeln, Fensterhebern und Alarmanlagen ist gerade für ältere Autos eine Art, sie individueller zu gestalten.

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