Motortuning
Beim mechanischen Motortuning gibt es mehrere Möglichkeiten, dem Motor ein paar zusätzliche
Pferdestärken zu entlocken. Eine Möglichkeit ist ein Austausch der Nockenwelle, dabei baut man
eine Sportnockenwelle mit anderen Öffnung` s- und Schließwinkeln der Ventile ein. Außerdem werden
dann noch stärkere Ventilfedern, größere Ventile und verstellbare Nockenwellenräder verbaut. Auch
kann man spezielle Einspritzsysteme oder Doppelvergaser verbauen. Diese beiden Tuningarten erzielen
gute Zusatzleistungen im PS-Bereich, sind aber nicht ganz billig. Die wohl effektivste Art des Motortunings
ist das Nachrüsten von Turboladern in Verbindung mit Ladeluftkühlern oder der Einbau eines Kompressors.
Bei diesen Maßnahmen wird die Ansaugluft komprimiert und es ist mit einer Leistungssteigerung von mindestens
40 PS zu rechnen. Aber auch das ist nicht gerade preisgünstig. Die Preise für Kompressor – Kits liegen bei
10.000 Euro und Turbo – Kits bekommt man ab 1.000 Euro. Um auch noch das Letzte aus dem Motor heraus zu holen,
gibt es die Möglichkeit, den Zylinderkopf etwas zu planen, die Schwungscheibe zu erleichtern oder die Kanäle
zu polieren.
Ein bis zwei PS mehr kann man auch erreichen durch den Einbau eines Sportluftfilters, der mehr Luft durchlässt.
Auch Kombinationen der genannten Tuningmaßnahmen sind möglich, bis auf Turbo und Kompressor. Man kann auf diese Weise,
je nach Geldbeutel eine große Menge an zusätzlichen PS erzeugen. Aber, um den Motor zu erhalten, ist es oft nötig,
einige Teile wie Kurbelwelle, Kolben oder Schlepphebel zu tauschen, da die Serienteile der Mehrleistung nicht lange
stand halten können. Eine andere Möglichkeit des Motortunings sind NOS – Einspritzungen, die aber im Straßenverkehr
nicht zugelassen sind. Bei dieser Methode wird über eine kurze Zeit, abhängig von der Größe und der Anzahl der NOS –
Flaschen, eine Leistungssteigerung von mindestens 50 PS erreicht. Das Ganze ist aber eben nicht im Straßenverkehr erlaubt.
Alle anderen Maßnahmen sind mit TÜV auch im Straßenverkehr zugelassen, wobei aber zu empfehlen ist, alle mechanischen
Veränderungen vom Fachmann machen zu lassen. Den Luftfilter kann man aber auch selbst wechseln, wenn man ein wenig
handwerklich begabt ist. Auch eine modifizierte Auspuffanlage mit Fächerkrümmer, größerem Rohrdurchmesser und Sportmitteln,
wie Sportendschalldämpfer erhöhen die Leistung. Um die Leistung dann besser zu übertragen, werden oft Sportkupplungen mit
stärkeren Druckplatten verwendet.
Das Maximum, was ein Motor an Leistung bringen kann, wird durch die Kombination aus elektronischer und mechanischer
Leistungssteigerung erreicht.
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